Seit November 2007 lässt ein gewisser Simon, Student und Japanliebhaber (oder doch eher Japanhasser, wie man dem Impressum entnehmen kann? O-Ton: „Im Sommer ist es eklig schwül, im Winter einfach nur kalt und matschig und zwischendurch gießt's wie aus besonders großen Eimern. Das Essen ist teuer, die Ampeln singen und wenn man den Fernseher anschaltet glaubt man, das Ende der Welt sei gekommen.”) alle an seiner Sicht auf die Dinge im Land des Lächelns teilhaben.
Das Blog „Life in Japan” ist auch für Nicht-Japan-Kenner unterhaltsam, aus dem Kommentaren lässt sich jedoch schließen, dass sich vor allem Gleichgesinnte an dem Online-Tagebuch erfreuen. In durchweg unterhaltsamer Weise bloggt der Berliner darüber, warum die Japaner die beliebtesten Touristen der Welt sind, gibt bebilderte Anleitungen zum Busfahren, stellt Anime-Bilderrätsel online und – eine sehr beliebte Kategorie – lässt sich über die kulinarischen Eigenheiten der Asiaten aus. Mit Rezepten von „Nudelsuppe mit geöltem Tofu” über „Gebratene Teigbällchen mit Tintenfisch” bis zu den unvermeidlichen Neujahrskuchen „O Mochi”, die aufgrund ihrer klebrigen Konsistenz regelmäßig auch Todesopfer fordern, lässt sich die japanische Küche nach Hause holen.
Beiträge in Kategorien wie „Wirtschaft & Gesellschaft” oder „100 Wörter Japanisch” geben praktische Überlebens- bzw. Verständigungstipps. Das Thema Manga darf natürlich nicht zu kurz kommen und auch „normale” Literatur bzw. sehenswerte DVDs werden vorgestellt. Für alle diejenigen, die erstmals nach Japan reisen, lohnt sich ein Klick auf den Tag „Bräuche”: während Origami oder Kalligraphie auch dem Mitteleuropäer etwas sagen, steckt hinter Furoshiki (gefaltete Tücher) oder Kagami-Biraki (eine Zeremonie zu Jahresbeginn) echte asiatische Lebensweise.